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Glossare

  • Ad hoc-Publizität

    Emittenten sind nach dem Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet, wichtige Nachrichten des Unternehmens, die den Börsenkurs erheblich beeinflussen könnten, "ad hoc" - also sofort - zu veröffentlichen. Dies soll ausschließen, dass kursrelevante Nachrichten nur "Insidern" bekannt sind, die daraus Vorteile ziehen können. Die Nachrichten müssen zunächst dem Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel und den Börsengeschäftsführungen gemeldet werden, die darüber entscheiden, ob der Kurs der Aktie ausgesetzt werden muss.

  • ADR

    Das American Depositary Receipt (ADR) ist eine Hinterlegungsurkunde, die in den USA anstelle einer ausländischen Aktie an der Börse gehandelt wird. Die Notierung erfolgt in US-Dollar, auch die Dividendenzahlung erfolgt in US-Dollar. Dies erleichtert in den USA den Handel mit Lufthansa Aktien. Denn so können auch Investoren, die nur Aktien ausländischer Unternehmen kaufen dürfen, die an einer amerikanischen Börse gelistet sind, Lufthansa Anteile erwerben. Der Anleger hat alle Rechte und Pflichten, die auch ein Stammaktionär hat: Er erhält eine Dividende, er hat das Recht auf Informationen und kann bei der Hauptversammlung sein Stimmrecht ausüben. Ein ADR hat denselben Wert wie eine Lufthansa Aktie.

  • Agio

    Ein Aufgeld, das dem Nennwert eines Wertpapiers hinzugerechnet wird. Daraus resultiert die einfache Formel: Nennwert einer Aktie plus Agio gleich Kurs. Üblich ist ein solches Aufgeld bei der Ausgabe (Emission) von Aktien und teilweise auch bei Anleihen.

  • Aktie

    Unter dem Begriff Aktie versteht man sowohl die Mitgliedschaftsrechte (Beteiligung an der Aktiengesellschaft) als auch das Wertpapier, das diese Rechte verkörpert. Der Inhaber einer Aktie (Aktionär) ist "Teilhaber" am Vermögen der Aktiengesellschaft. Die Bestimmungen des Aktiengesetzes schützen seine Rechte.

  • Aktien-Index

    Zu den bekanntesten Indices gehört der DAX® (Aktienindex der Deutschen Börse für die an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelten Standardwerte), der FAZ-Index (Index der Frankfurter Allgemeinen Zeitung), der Dow Jones (USA), der Nikkei Index (Japan) sowie der britische Financial Times-Index (FTSE). Der Aktien-Index steht für den statistischen Durchschnittswert bestimmter Aktien. > DAX®

  • Aktienkurse

    Einfach ausgedrückt: der „Preis" für eine Aktie, der auf dem Markt zu zahlen ist und der sich - wie auf allen Märkten üblich - nach Angebot und Nachfrage richtet. Einen genauen Überblick über die aktuellen Kurse geben die Börsenseiten der überregionalen Tageszeitungen. Dort erfährt der Leser jedoch mehr als nur den Preis der Aktie vom Vortag. Viele Informationen verbergen sich hinter Kürzeln:

    b für: bezahlt. Dieser Zusatz deutet auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage hin.

    G für: Geld. Zu dem aktuellen Kurs bestand zwar Nachfrage nach der jeweiligen Aktie, es gab jedoch kein Angebot, mithin keine Umsätze.

    BG für: bezahlt Geld. Die Nachfrage konnte nicht vollständig befriedigt werden.

    B für: Brief. Es gab zu dem genannten Kurs lediglich Verkaufsaufträge (also Angebot), aber keine Nachfrage. Deshalb keine Umsätze.

    bB für: bezahlt Brief. Dem Angebot stand nur eine mäßige Nachfrage gegenüber. Nicht alle Verkaufsaufträge konnten ausgeführt werden.

    r oder rat für: repariert bzw. rationiert. Zuteilung von Kauf- und Verkaufsaufträgen angesichts einer besonders turbulenten Entwicklung von Angebot und Nachfrage.

    ex oder exD für: ex Dividende. Dieser Zusatz erscheint am ersten Tag nach der Dividendenausschüttung. Der Aktionär muß also ein Jahr bis zur nächsten Dividendenzahlung warten.

    exB für: ex Bezugsrecht zeigt an, daß die Aktie ab diesem Tag ohne Bezugsrecht notiert wird. Bezugsrechte erhält ein Aktionär bei der Ausgabe neuer Aktien durch das betreffende Unternehmen.

  • Aktienregister

    Elektronisches Verzeichnis der Aktieninhaber von Namensaktien. Die Depotbanken übermitteln Zu- oder Abgänge elektronisch und tragen alleine die Verantwortung für die Richtigkeit der Bestände. Ausschlaggebend für die Wahrnehmung des Stimmrechts bei der Hauptversammlung ist der zum Hinterlegungs-Stichtag im Aktienregister eingetragene Bestand.

  • Aktienrückkauf

    Mit diesem Verfahren erwirbt eine Aktiengesellschaft eigene Aktien und lässt damit Kapital an die Aktionäre zurückfließen. Aus diesen Aktien stehen der Gesellschaft keine Rechte (Stimmrecht, Dividendenanspruch, Bezugsrecht etc.) zu.

  • Ausgabepreis

    Auch Emissionspreis genannt. Kaufpreis, zu dem neue Aktien zugeteilt werden. Der Preis wird über Bookbuilding Verfahren ermittelt. > Bookbuilding

  • Aufsichtsrat und Vorstand

    An der Spitze der Verwaltung einer Aktiengesellschaft stehen Aufsichtsrat und Vorstand. Der Aufsichtsrat ernennt den Vorstand, überwacht und berät ihn bei der Geschäftsführung. Der Vorstand leitet die laufenden Geschäfte des Unternehmens.

  • Bear

    Das englische Wort für Bär steht synonym für Baisse, also für einen Zustand rückläufiger Aktienkurse. Die schweren Bärentatzen, so die hinter diesem Bild stehende Vorstellung, drücken die Kurse nach unten. Der Kontrahent des Bären ist der Bulle (bull), der für eine Hausse (steigende Kurse) steht.

  • Belegschaftsaktie

    Viele Aktiengesellschaften bieten ihren Mitarbeitern Aktien des eigenen Unternehmens zum Erwerb an. Der Kaufpreis liegt üblicherweise unter dem Börsenkurs. Die Inhaber erhalten dieselben Rechte wie die anderen Aktionäre. Belegschaftsaktien genießen Steuervergünstigungen, wenn sie sechs Jahre festgelegt werden. Vor Ablauf der Sperrfrist können sie nur unter Verlust dieser Begünstigungen verkauft werden.

  • Bezugsrecht

    Damit bezeichnet man das Recht des Aktionärs, bei einer Kapitalerhöhung neue (junge) Aktien seiner Gesellschaft zu erwerben. Wenn die Aktionäre auf die Ausübung verzichten wollen, können sie die Bezugsrechte an der Börse verkaufen.

  • Bookbuilding

    Sammeln der eingehenden Kaufanträge. Diese Methode verringert das Risiko, mit einem nicht marktgerechten Ausgabenpreis an der Börse zu starten. Auf der Basis von Gesprächen mit Großinvestoren wird eine Preisspanne errechnet. Während der anschließenden, eigentlichen Bookbuilding-Phase werden alle Kaufgebote gesammelt und der Ausgabekurs ermittelt.

  • Börse

    Bestimmten Regeln unterworfener „ Marktplatz" für Wertpapiere, Devisen oder Waren. Durch das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage entsteht der Preis. Folgende Börsen gilt es zu unterscheiden: Wertpapier- (oder Effekten-) Börsen - Devisenbörsen - Warenbörsen.

  • Bull

    Das englische Wort für Stier steht symbolhaft für Hausse. > Hausse

  • Cashflow

    Kennzahl zur Beurteilung der Finanz- und Ertragskraft eines Unternehmens. Der Cashflow wird ermittelt aus dem Zufluss und Abfluss von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-Äquivalenten aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

  • Cash Value Added (CVA)

    Wertschaffungsmaßstab.
    Er ist aus dem Cashflow abgeleitet und bestimmt den Shareholder Value eines Geschäftsbereichs, der als Überschuss über die Kapitalkosten erwirtschaftet wurde.

  • Chart Analyse

    Methode, um Erkenntnisse über die Kursentwicklung einer Aktie zu erhalten. Anhand von Charts, auf denen die Kursentwicklung in einer präzise ausgearbeiteten Kurve dargestellt ist, kann der Analyst erkennen, wie sich der Kurs in der Vergangenheit in bestimmten Situationen entwickelt hat. Daraus leitet er Prognosen für die Zukunft ab.

  • Compliance

    Compliance soll das rechtmäßige Verhalten eines Unternehmens, seiner Leitungsorgane und Mitarbeiter im Hinblick auf die Einhaltung relevanter gesetzlicher Ge- und Verbote sicherstellen. Lufthansa hat dazu ein Compliance Office eingerichtet. Hier wird ein Insiderverzeichnis geführt, das sämtliche Personen mit Zugang zu Insiderinformationen umfasst. Eine aus verschiedenen Fachbereichen zusammengesetzte Ad-hoc-Clearingstelle prüft Sachverhalte auf ihre Ad-hoc-Relevanz.

  • Corporate Governance

    Der Begriff "Corporate Governance" steht für die verantwortliche Leitung und Kontrolle eines Unternehmens. Um die Führungsstrukturen international tätiger Firmen vergleichbar zu machen, wurden Corporate Governance-Standards entwickelt, die für deutsche Unternehmen im Deutschen Corporate Governance Kodex zusammengestellt wurden. Es besteht eine gesetzliche Verpflichtung für alle deutschen börsennotierten Unternehmen, alljährlich zu erklären, inwiefern den Empfehlungen entsprochen wurde und wird.

  • DAX®

    DAX®-Index - Das Fieberthermometer der deutschen Wertpapierbörse, mit dem allerdings nicht in Grad Celsius, sondern in Punkten gemessen wird. Grundlage des DAX® sind die Kurse von 30 deutschen Standardwerten aus verschiedenen Branchen. Hierzu zählt z.B. auch die Deutsche Lufthansa. > Aktien Index

  • D-Check

    Bei der Wartung und Überholung von Flugzeugen steht D-Check für das zeitaufwendigste Ereignis, in dem das Flugzeug in seine Einzelteile zerlegt und jedes Bauteil akribisch untersucht und wo nötig erneuert wird. In Analogie zur Generalüberholung eines Flugzeugs hat das im Juni 2001 aufgelegte Projekt "D-Check" den Lufthansa Konzern auf den Prüfstand gestellt. Das Projekt wurde am 15. Februar 2004 abgeschlossen. Es hat statt der avisierten 1,1 Mrd. EUR eine Cashflow-Verbesserung von insgesamt 1,6 Mrd. EUR erzielt.

  • Depot

    Einrichtung der Kreditinstitute zur Verwaltung von Wertpapieren für ihre Kunden. Die Papiere können gesondert für jeden Kunden in einem Streifband (Streifbanddepot) oder mit Zustimmung des Kunden auch bei einer Wertpapiersammelbank (Girosammeldepot) verwahrt werden. Letzteres ist die übliche und kostengünstigere Form. In beiden Fällen sind die Kundendepots getrennt von den Eigenbeständen der Bank, sie unterliegen somit nicht dem Zugriff der Gläubiger der Bank.

  • Directors' Dealings

    Unter "Directors' Dealings" versteht man den Handel von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder deren Angehörigen mit Wertpapieren "ihres" Unternehmens. Es besteht die gesetzliche Verpflichtung, diese Geschäfte zu melden, wenn sie innerhalb von 30 Tagen die Bagatellgrenze von 25 000 Euro überschreiten.

  • Dividende

    Gewinnanteil des Aktionärs. Der Dividendensatz wird pro Aktie meist in Prozenten vom Nennwert ausgedrückt. Über die Höhe der Dividende entscheidet die Hauptversammlung nach Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat der Aktiengesellschaft. Die Dividende wird – in der Regel über die depotführende Bank – am Tag nach der Hauptversammlung ausgezahlt für die Aktien, die der Aktionär am Tag der Hauptversammlung besitzt.

  • Dividendenrendite

    Kennzahlen für die Beurteilung der Rentabilität einer Aktienanlage. Sie wird ermittelt, indem man die Dividende durch den Aktien-Schlusskurs des Berichtsjahres dividiert und mit 100 multipliziert.

  • Direct Brokerage

    Wertpapier-Dienstleistung einer Direktbank ohne individuelle Anlageberatung. Das ist eine kostengünstige Alternative für den im Wertpapiergeschäft bereits erfahrenen Anleger.

  • EBIT

    Finanz-Kennzahl.
    Sie wird ermittelt aus dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Der Begriff Abschreibungen umfasst hier neben den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen sowie Wertpapiere des Umlaufvermögens auch die im Beteiligungsergebnis enthaltenen Abschreibungen der Goodwills aus der Equity-Bewertung.

  • EBITDA

    Finanz-Kennzahl.
    Sie wird ermittelt aus dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Der Begriff Abschreibungen umfasst hier neben den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen sowie Wertpapiere des Umlaufvermögens auch die im Beteiligungsergebnis enthaltenen Abschreibungen der Goodwills aus der Equity-Bewertung.

  • Effekten

    Steht synonym für Wertpapiere.

  • Eigenkapitalquote

    Finanz-Kennzahl.
    Sie gibt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital an.

  • Eigenkapitalrendite

    Finanz-Kennzahl.
    Damit bezeichnet man das Verhältnis von Ergebnis nach Steuern/Konzernergebnis zum eingesetzten Eigenkapital.

  • Emittent

    Emittenten sind in der Regel Unternehmen oder Behörden, die Wertpapiere ausgeben.

  • Equity-Bewertung

    Bilanzierungsmethode von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures. Danach werden diese von der bilanzierenden Gesellschaft entsprechend ihrem Anteil am Reinvermögen (Equity) der Beteiligung bewertet.

  • Fixing

    Festsetzung eines Börsenkurses.

  • Free Cashflow

    Finanz-Kennzahl. Zeigt die in der Berichtsperiode nach Abzug der für Investitionstätigkeit eingesetzten Nettozahlungsmittel verbliebenen Zahlungsmittel vom operativen Cashflow.

  • Gearing

    Finanz-Kennzahl.
    Sie zeigt das Verhältnis von Netto-Kreditverschuldung zum Eigenkapital.

  • Geschäftsbericht

    Jährlicher Rechenschaftsbericht einer Aktiengesellschaft über den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft. Im Geschäftsbericht wird der Jahresabschluss abgedruckt und erläutert. Er steht allen Aktionären zur Verfügung.

  • Gratisaktie

    Der Name führt zunächst in die Irre. Gratisaktien haben nichts mit Geschenken zu tun. Gratisaktien erhält der Aktionär entsprechend seinen Anteilen, wenn ein Unternehmen zusätzliche Aktien ausgibt, um damit Kapital- oder Gewinnrücklagen in Grundkapital zu verwandeln. Der Aktionär besitzt zwar mehr Aktien, das einzelne Wertpapier ist aber weniger wert.

  • Goodwill

    Mit Goodwill wird der Wert der Marktstellung, des Know-hows und des Images eines Unternehmens, also der Firmenwert, bezeichnet. Dabei handelt es sich um ein immaterielles Wirtschaftsgut, das beim Kauf als Differenz zwischen den Zeitwerten der Vermögensgegenstände und Schulden sowie dem Kaufpreis sichtbar wird. Der Goodwill muss jährlich und bei Eintritt außergewöhnlicher Anlässe auf Werthaltigkeit überprüft und ggf. außerordentlich abgeschrieben werden. Eine lineare Abschreibung ist nach IFRS nicht mehr möglich.

  • Grundkapital

    Das in der Satzung einer Aktiengesellschaft festgelegte Kapital. Die Satzung legt auch fest, in wie viele Anteile das Grundkapital eingeteilt ist. Die Gesellschaft gibt Aktien in Höhe ihres Grundkapitals aus. (Siehe Nennwert, Stückaktie

  • Hauptversammlung

    Mindestens einmal jährlich kommen die Aktionäre einer Aktiengesellschaft zur Hauptversammlung zusammen. Diese wählt den Aufsichtsrat und den Abschlussprüfer, fasst Beschlüsse über die Verwendung des ausgewiesenen Jahresgewinns, über Maßnahmen der Kapitalbeschaffung , über Satzungsänderungen und andere grundsätzliche Fragen. Nur sie kann den Aufsichtsrat und den Vorstand entlasten.
    Bei Aktiengesellschaften mit Inhaberaktien erfolgt die Einladung der Aktionäre über die depotführende Bank. Aktiengesellschaften mit Namensaktien laden ihre Aktionäre selbst ein, wenn sie im Aktienregister verzeichnet sind.

  • Hausse

    bezeichnet eine von aufwärtsgerichteten Kursen bestimmte Atmosphäre an der Börse.
    > Bull

  • IFRS / IAS

    Internationale Rechnungslegungsvorschriften (International Financial Reporting Standards/International Accounting Standards). Sie ermöglichen die Vergleichbarkeit der Abschlüsse von in verschiedenen europäischen Ländern tätigen Unternehmen. Und sie berücksichtigen verstärkt die Informationsfunktion für den Investor, als anonymer Teilnehmer der organisierten Kapitalmärkte. Entwickelt wurden die IFRS-Standards vom International Accounting Standards Committee (IASC), London, das sich 2001 nach einer Umstrukturierung in IASB (International Accounting Standards Board) umbenannte. Die bis dahin verabschiedeten Standards wurden nach und nach modifiziert oder vom IASB durch neue Standards ersetzt. Die grundlegend neuen Standards heißen IFRS, die weiterhin gültigen früheren Standards behalten die Bezeichnung IAS. Kapitalmarktorientierte Unternehmen haben ab 2005 ihre Konzernabschlüsse nach IFRS zu erstellen. Die Lufthansa Konzernabschlüsse werden bereits seit 1998 nach IFRS erstellt, ab Anfang 2005 wurden die neuen seit 1. Januar 2005 Standards berücksichtigt. Zur Bemessung der Ausschüttung und der Besteuerung ist trotzdem weiterhin ein HGB-Einzelabschluss aufzustellen. (Weitere Informationen zu IFRS/ IAS siehe www.ifrs-portal.com.)

  • Index

    > Aktien Index

  • Insider

    Damit bezeichnet man im Börsenhandel Personen, die aufgrund ihrer beruflichen Stellung oder sonstiger Umstände einen Informationsvorsprung haben. Die Ausnutzung bei Wertpapiergeschäften zum eigenen Vorteil ist verboten. Verstöße können mit Freiheits- oder Geldstrafen beahndet werden.

  • Jahresabschluss

    Er umfasst die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens. Bei einer Aktiengesellschaft wird er vom Vorstand aufgestellt, durch einen staatlich vereidigten Wirtschaftsprüfer auf seine Ordnungsmäßigkeit geprüft und vom Aufsichtsrat überprüft.

  • Junge Aktien

    Möchte eine Aktiengesellschaft ihr Eigenkapital erhöhen, so gibt sie neue Aktien aus (Aktienemission). Geschieht dies mitten im Geschäftsjahr, so hat der Käufer noch keinen Anspruch auf die volle Dividende, was sich auf den Kurs des Wertpapiers auswirkt. Man spricht deshalb von „Jungen Aktien". Erst im darauffolgenden Geschäftsjahr werden diese Aktien den anderen gleichgestellt.

  • Kaufantrag

    In Deutschland können Kunden keine Direktaufträge an die Börse erteilen. Die Auftragserteilung und -abwicklung erfolgt ausschließlich über Kreditinstitute. Wesentliche Elemente des Kaufantrages sind: die Stückzahl der Aktien oder der Euro- Betrag, den Sie in Lufthansa Aktien investieren möchten, die Bezeichnung des Papieres unter Angabe der Wertpapier-Kennnummer und die Angabe eines Limits.

  • KISS

    Steht für „Kurs-Informations-Service-System". Dieses System registriert und übermittelt die Kurse aller an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelten Aktien sowie Wandelanleihen, Optionsanleihen und Optionsscheine. Darüber hinaus errechnet KISS den Deutschen Aktienindex (DAX). > Aktien Index

  • Konsolidierungskreis

    Gruppe der Tochterunternehmen eines Konzerns, die in den Konzernabschluss einbezogen werden.

  • Konsortialbanken

    Banken, die die Börseneinführung eines Unternehmens mit vorbereiten und begleiten. Für Kunden dieser Banken gelten einheitliche und transparente Kriterien bei der Zuteilung.

  • Kurswert

    Der Preis der Aktie bildet sich nach Angebot und Nachfrage an der Börse. Der jeweilige Börsenpreis heißt Kurs. Zu unterscheiden von Nennwert einer Aktie. > Nennwert einer Aktie

  • Latente Steuern

    Posten zur Darstellung steuerlicher Bewertungsunterschiede. Latente Steuern bildet man bei zeitlich begrenzten Differenzen zwischen Konzernbilanz und Steuerbilanz, um den Steueraufwand entsprechend dem Konzernergebnis auszuweisen.

  • Limit

    Möglichkeit, den Kauf von Aktien an einen Höchstpreis zu koppeln, den man bereit ist zu zahlen.

  • Lufthansa Pension Trust

    Für Mitarbeiter im Inland sowie für die ins Ausland entsandten Mitarbeiter bestehen betriebliche Altersversorgungszusagen, deren Finanzierung überwiegend über Pensionsrückstellungen erfolgt. Lufthansa hat 2004 mit dem Aufbau eines Fondsvermögens zur Finanzierung künftiger Rentenzahlungen begonnen. Im Jahr 2004 wurden 565 Mio. EUR dotiert, 2005 wurden 465 Mio. EUR in den Pension Trust überführt. Ziel ist die vollständige Ausfinanzierung der Versorgungsverpflichtungen innerhalb von 10 bis 15 Jahren. Die bisher in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsrückstellungen wurden um den Wert des Trustvermögens zum Stichtag gekürzt. Es ist geplant, den Trust jährlich mit durchschnittlich 565 Mio. EUR zu dotieren.

  • Marge

    Die Spanne zwischen Ankaufs- und Verkaufskursen.

  • Nachbörse

    Nach Ladenschluss geht normalerweise nichts mehr. Nach Börsenschluss freilich ist noch manches zu bewegen - im nachbörslichen Handel. Der allerdings bleibt den Banken vorbehalten, die auch nach der offiziellen Börsenzeit Wertpapiergeschäfte per Telefon abwickeln können. Der nachbörsliche Handel wird über das Computerhandelssystem XETRA abgewickelt.

  • Namensaktien

    Auf den Namen lautende Aktien. Name, Adresse und Aktienbestand des Aktieninhabers werden von den Depotbanken ins Aktienregister der Gesellschaft transferiert. Anders als bei Inhaberaktien erfolgen Einladung zur Hauptversammlung und Zusendung der Eintrittskarte direkt von der Gesellschaft und nicht über die Depotbank. Depotvollmachten sind nur wirksam, wenn die Bank eine Weisung einholt.

  • NASDAQ

    Amerikanische Computerbörse (National Association of Securities Dealers Automated Quotation System), die vor allem einen Markt für Technologieunternehmen darstellt. Sie ist nach der Zahl der notierten Aktiengesellschaften die größte Aktienbörse.

  • Nennwert

    Der Nennwert - er ist bei Nennwertaktien auf dem Wertpapier abgedruckt - gibt an, mit welchem Anteil der Aktionär am Grundkapital und damit am gesamten Vermögen seiner Aktiengesellschaft beteiligt ist. Der geringste Nennwert einer Aktie ist nach dem Aktiengesetz 1 Euro; alle höheren Nennwerte lauten auf ein Vielfaches davon. Zu unterscheiden vom Kurswert. Siehe auch >Stückaktie. > Kurswert

  • Netto-Kreditverschuldung

    Finanz- Kennzahl.
    Sie zeigt die langfristigen Finanzschulden abzüglich der flüssigen Mittel und der Wertpapiere des Umlaufvermögens.

  • Nichtveranlagungs-Bescheinigung

    Vom Finanzamt dem Anleger bei Vorliegen bestimmter Einkommensgrenzen ausgestellte Urkunde, wonach dieser nicht zur Einkommenssteuer veranlagt wird und ihm deshalb der Gesamtertrag aus dem Besitz an Wertpapieren (Dividende, Zinsen, Erträge aus Investmentanteilen usw.) zusteht.

  • Notierung

    Die durch das Prinzip von Angebot und Nachfrage zustandegekommenen Börsenkurse werden festgelegt oder amtlich notiert. Um an der Börse notiert zu werden, muß ein Unternehmen bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

  • Operatives Ergebnis

    Ergebnisgröße.
    Das operative Ergebnis wird ermittelt aus dem Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit, bereinigt um Buchgewinne und -verluste, Rückstellungsauflösungen, Kursgewinne und -verluste aus Stichtagsbewertungen langfristiger Finanzschulden und sonstige aperiodische Erträge und Aufwendungen (aperiodische Posten).

  • Optionen

    Optionen gehören zu den sogenannten derivaten („abgeleiteten") Finanzprodukten. Sie sind an sich ohne Substanz und beziehen sich stets auf bestimmte Basiswerte. Dabei kann es sich um Aktien, fremde Währungen oder Aktienindices handeln.

  • Optionsanleihen

    Diese Wertpapiere bieten dem Inhaber neben einer festen Verzinsung ein befristetes Bezugsrecht (Opiton) auf Aktien des betreffenden Unternehmens. Bezugspreis und Bezugsverhältnis für diese Aktie werden vor der Emission festgelegt. Nach Ausübung des Bezugsrechs oder Trennung des Optionsrechts bleibt die Optionsanleihe bis zu ihrer Rückzahlung als gewöhnliche Schuldverschreibung bestehen. Es können auch Anleihen mit Optionsscheinen angeboten werden, die zum Bezug weiterer Anleihen berechtigen.

  • Pari

    Zustand, bei dem der Nennwert einer Aktie dem Kurswert entspricht. Liegt der Kurs über dem Nennwert, spricht man von „über pari". Im umgekehrten Fall von „unter pari". Die Neuemission einer Aktie darf nicht „unter pari" erfolgen.

  • Preisspanne

    Bandbreite zwischen Mindest- und Höchstpreis, zu dem neue Aktien innerhalb des Bookbuilding geordert werden können.

  • Quellensteuer

    Unmittelbar an der Quelle abgeschöpfte Steuer. Hauptsächlich in der Diskussion über die Vereinheitlichung der Besteuerung von Zinserträgen verwendet. In Deutschland überweisen Kreditinstitute seit Einführung des sogenannten Zinsabschlags automatisch 30 Prozent der Kapitalerträge an den Fiskus, es sei denn, der Anleger hat seiner Bank einen Freistellungsantrag entsprechend seinen individuellen Freibeträgen erteilt.

  • Rendite

    Verzinsung der Geldanlage.

  • Shareholder Value

    Als Shareholder Value bezeichnet man die Wertschöpfung für den Aktionär. Eine am "Shareholder Value" orientierte Unternehmenspolitik hat zum Ziel, dem Aktionär eine angemessene Rendite seiner Anlage zu bieten.

  • Spekulationsgewinne

    Kursgewinne müssen nicht versteuert werden, wenn der Erwerb der Aktien länger als zwölf Monate zurückliegt. Wird hingegen innerhalb von zwölf Monaten verkauft, erkennt das Finanzamt einen Spekulationsgewinn, der versteuert werden muß.

  • Stückaktie

    Sie weist keinen Nennwert aus, ihr Anteil am Grundkapital wird nur nach der Zahl der ausgegebenen Aktien bestimmt. Alle Stückaktien verkörpern denselben Anteil an der Gesellschaft.

  • Thesaurierung

    Zuführung von einbehaltenen Gewinnen zum Eigenkapital. Sie dient der Stärkung der Finanzkraft eines Unternehmens.

  • Total Shareholder Return

    Finanzkennzahl. Sie zeigt die Rendite, die der Anleger aus der Steigerung des Börsenwertes bzw. Aktienkurses plus der Dividendenzahlungerwirtschaftet. Den Total Shareholder Return ermittelt man aus: Schlusskurs des Berichtsjahres plus ausgezahlte Dividende aus dem Vorjahr, multipliziert mit 100, dividiert durch den Schlusskurs des Vorjahres.

  • Turnaround

    Konjunktureller Umschwung. Zeitpunkt, ab dem es in der Wirtschaft nach einer Phase der Rezession wieder aufwärts geht, beziehungsweise - im negativen Fall - ab dem eine boomende Konjunktur in eine Krise gerät. Optimismus und steigende Kurse an den Börsen gehören zum Beispiel zu den Frühindikatoren einer wirtschaftlichen Belebung.

  • Umsatzrendite

    Finanz-Kennzahl.
    Sie gibt das Verhältnis von Ergebnis vor Steuern/Konzernergebnis zu Umsatzerlösen an.

  • Überzeichnung

    Die Zahl der nachgefragten Aktien liegt über dem Angebot. Im Falle einer Überzeichnung erfolgt die Zuteilung für Kunden der Konsortialbanken nach festgelegten Kriterien.
    > Zeichnung

  • VBL

    Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder. Sie gewährt Beschäftigten im Öffentlichen Dienst eine zusätzliche Altersversorgung - bis 1994 auch bei Lufthansa, damals zu über 50 Prozent in öffentlicher Hand. Nach dem Ausstieg aus der VBL hat Lufthansa sich per Tarifvertrag zur sog. "VBL-gleichen Versorgung" verpflichtet. Ab 1995 eingestellte Mitarbeiter erhalten eine Betriebsrente nach der "Neuen Betrieblichen Altersversorgung". Im Sommer 2003 hat Lufthansa die VBL-gleiche Altersversorgung abgelöst und zum Stichtag 1. Januar 2002 in die "Neue Betriebliche Altersversorgung" überführt. Sie wurde gleichzeitig in Lufthansa Betriebsrente umgenannt.

  • Verkehrserlöse

    Erlöse aus dem reinen Flugbetrieb. Dazu zählen Umsätze, die im Passagier- und Frachttransport und damit zusammenhängenden Nebenleistungen erzielt wurden.

  • vinkuliert

    Begriff für die Bindung des Übertragungsrechts an die Genehmigung des Emittenten.

  • vorbörslich

    Handel mit börsennotierten Wertpapieren noch vor der offiziellen Börsenzeit. Geschieht dies nach Börsenschluß, spricht man von „nachbörslichem Handel". Beiden kommt die Funktion eines Stimmmungsbarometers zu, welches das zu erwartende Bösenklima anzeigt.

  • Vorstand

    Der Vorstand leitet die Geschäfte des Unternehmens und vertritt es nach außen. (siehe auch unter >Aufsichtsrat)

  • Wandelanleihe

    = Wandelschuldverschreibung. Ihr Inhaber kann diese während der Laufzeit der Anleihe zu einem vorher festgelegten Verhältnis in Aktien umwandeln. Ob die Wandlungsmöglichkeit für den Inhaber interessant ist, hängt von der Entwicklung des Aktienkurses ab. Wenn das Wandlungsrecht nicht ausgeübt wurde, wird die Anleihe am Ende der Laufzeit zurückgezahlt (getilgt). Ähnlich: >Optionsanleihe.

  • Wertberichtigung

    Außerplanmäßige Abschreibung von Vermögenswerten. Eine Wertberichtigung wird notwendig, wenn der "erzielbare Betrag" unter den Buchwert gesunken ist. Der "erzielbare Betrag" wird zum Bilanzstichtag ermittelt: Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert des Vermögenswertes werden überprüft und notfalls korrigiert, als "erzielbarer Betrag" gilt dann der höhere der beiden Beträge. Planmäßige Abschreibungen stellen dagegen die systematische Verteilung des Abschreibungsvolumens eines Vermögenswertes über dessen Nutzungsdauer dar.

  • Wertpapier-Kennummer

    Identifikationsnummer für Wertpapiere (Aktien, Immobilienfonds usw.) Die sechsstellige Nummer dient zur Erleichterung des deutschen Wertpapierverkehrs.

  • Working Capital

    Finanz-Kennzahl.
    Zur Beurteilung der Liquidität eines Unternehmens wird die Differenz zwischen Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten ermittelt.

  • XETRA

    Elektronisches Börsenhandelssystem, das 1997 in Deutschland das bis dahin genutzte Ibis-System ablöste. Unter XETRA können Aktien theoretisch rund um die Uhr gehandelt werden. Das neue System soll eines Tages auch dem Kleinanleger die Möglichkeit bieten, Wertpapiere außerhalb der üblichen Börsenzeiten zu günstigen Konditionen zu ordern.

  • Yield

    > Rendite

  • Zeichnung

    Verpflichtung eines Anlegers gegenüber seiner Bank, Wertpapiere gegen einen bestimmten Betrag zu übernehmen. > Überzeichnung

Ansprechpartner

Frédéric Depeille

Senior Investor Relations Manager
+49 69 696 28013

 

Phuc Thi Thai

Investor Relations Manager
+49 69 696 28003

Frédéric Depeille
Senior Investor Relations Manager
+49 69 696 28013

 

Phuc Thi Thai
Investor Relations Manager
+49 69 696 28003

 

Anja Tott
Investor Relations Manager,
Aktienregister
+49 69 696 - 28009

 

Malin Schollmeyer
Investor Relations Manager,
Hauptversammlung
+49 69 696 - 28010

Christian Rasim
Leiter Creditor Relations 
+49 69 696 - 72317

 

Stefan Rost
+49 69 696 - 72318